szmmctag

  • Sommertag

    Heute war möglicherweise der letzte spätsommerliche Tag in diesem Jahr, wer weiß das schon so genau. Das heißt: zum letzten Mal Temperaturen über 20 Grad, zum letzten Mal Biergarten, Menschen in kurzen Hosen und Ende der Grillsaison (während ich diese Zeilen schreibe, hüllt eine dunkle Qualmwolke von unserem Balkon aus die Innere Nordstadt ein, Verzeihung liebe Nachbarn, kommt so bald nicht wieder vor!)

    Ob des schönen Wetters waren wir draußen, wo es wieder manches zu sehen und knipsen gab:

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  • Panico

    panik

    Lieber Beueler Gastwirt,

    letzten Mittwoch ließen Sie meiner lieben Kollegin S. in ungelenken Worten eine Nachricht zukommen, in der Sie sie darum baten, nicht länger ihr Lieblingsitaliener sein zu müssen:

    „Liebe S.
    habe eine schlechte Nachricht ich weiß das du demnächst oder schon da bist in Afrika seit da wir grosse angst haben von ebola möchten wir jeglichen Kontakt zu Personen vermeiden die nach Afrika fliegen es ist wirklich kein Spaß wir bitten aus angst unser Restaurant zu vermeiden und unsere grosse sorge zu akzeptieren wir haben alle diese Entscheidung nicht einfach treffen möchten aber da wir wirklich grosse sorge haben was dieses Thema angeht möchte n wir das ihr bitte Rücksicht nimmt es ist vielleicht für euch nichts besorgniserregend aber für uns ja ich Bitte deshalb unsere Entscheidung zu akzeptierten da wir angst vor ebola haben und unser Restaurant vermeidet wir möchten euch alles gute wünschen und bitte nicht persönlich nehmen das wir den persönlichen Kontakt vermeiden
    mit freundlichen grüßen … “

    Hm - solche Formulierungen kennen wir vor allem aus Spammails, die uns beispielsweise nach Zahlung einer Gebühr von nur wenigen tausend Euro die Überweisung eines Millionenbetrages in Aussicht stellen oder uns über die Vorzüge einer Penisvergrößerung zu überzeugen suchen. Indes, die Rückfrage von S. , die tatsächlich eine Woche zuvor aus Tansania zurückgekehrt war, wo sie zusammen mit ihrem Mann den Kilimandscharo bestiegen hatte, ergab: Das war kein Spam, das haben tatsächlich Sie geschrieben. Respekt.

    Bitte lassen Sie mich der erste sein, der Ihnen zu dieser weitsichtigen Entscheidung gratuliert. Gerade in der Gastronomie ist neben der eigenen auch die Gesundheit der Gäste ein hohes Gut, unsere Behörden lassen da bekanntlich und zum Glück nicht mit sich spaßen. Da gilt es, Opfer zu bringen, notfalls auch den Verlust eines Stammgastes, der dafür sicher Verständnis hat und kein Aufhebens daraus macht, indem er zum Beispiel seinen Freunden und Bekannten von Ihrer freundlichen Bitte erzählt, zumal diese, wenn sie klug sind, ebenfalls von ihm Abstand nehmen.

    Aber reicht es wirklich aus, nur Afrikabesucher Ihrer Gaststube zu verweisen? Erste Ebolafälle sind bekanntlich auch in den USA und Spanien aufgetreten, hier erscheint mir Konsequenz angezeigt. Auch ist Ebola nicht die einzige Gefahr, die droht. Daher hier einige Ratschläge, welchen weiteren Personen Sie Ihre Gastfreundschaft umgehend kündigen sollten (sie werden es bestimmt nicht persönlich nehmen):

    Schwule, Bekannte von Schwulen und Leser von Ralf-König-Comics. Aids ist längst noch nicht besiegt.

    Schweinefleischesser, Sparschweinbesitzer und Menschen mit schweinischen Gedanken. Die nächste Schweinegrippewelle kommt bestimmt, H1N1 ist zu unrecht etwas in Vergessenheit geraten.

    Italiener. Man weiß noch nicht genau, was es ist, aber es muss hochansteckend sein. Anders ist nicht zu erklären, warum sie mehrfach Silvio Berlusconi zu ihrem Häuptling wählten und komische Nachrichten an ihre Gäste schreiben.

    Am besten überhaupt alle Menschen - irgendwas hat ja jeder, und wenn es ein erheblicher Dachschaden ist. Vielleicht wäre es überhaupt das beste, Sie machen Ihren Laden zu, setzen sich auf den Arsch an den Po und verdingen sich künftig als Spampoet.

    Mit der Ihnen gebührenden Hochachtung
    Ihr Stancer

    (Name und Anschrift des Lokals sind der Redaktion bekannt)

  • Abgeschrieben: Über was bloggen wir?

    Vor einer Woche war ich auf dem Treffen der Bonner Ironblogger, um das Geld anderer Leute zu versaufen, ich berichtete schon. Dort war des öfteren die Frage zu hören: "Und über was bloggst du so?" Gute Frage, die ich für mich nicht beantworten kann. Weder Mode, Technik- und Internetzeugs, Musik, Sport, Politik, Weltgeschehen, Fotografie, noch Essen und Trinken, meine Familie oder was man sonst noch alles thematisieren kann ist mein Schwerpunkt. Ja, über all das schreibe ich auch, wenn mir gerade was dazu einfällt. Alltägliches und ausgedachtes halt. Eine sehr originelle Antwort fand Stefan: "Ich blogge nicht." Tut er zum Glück aber doch, nämlich genau zur oben gestellten Frage. Mit seiner freundlichen Erlaubnis gebe ich den Text hier wieder:

    ***

    »Und, über was bloggst du so?«

    Die Frage, über was ich blogge, wird mir bei exakt einem sozialen Ereignis gestellt: Wenn die Ironblogger sich treffen. Auch vergangene Woche wieder, mehrfach am Abend. Das Gespräch läuft ungefähr so:

    »Und, über was bloggst du so?«
    »Ich blogge gar nicht.«
    »Hahaha, du bist also zufällig hier und isst einfach auf unsere Kosten mit? Sehr gut!«

    Einige Zeit später, meistens dann, wenn das unangenehme Schweigen einsetzt, wird der zweite Versuch gestartet, um das Gespräch aufrechtzuerhalten. Denn meine erste Antwort war ja ganz offensichtlich nur ein Scherz! Bloggt nicht, ist aber auf einem Ironblogger-Treffen. Hahaha, Spaßvogel!

    »Jetzt mal ehrlich, über was bloggst du denn jetzt?«
    »Ich blogge nicht!«
    »???«

    Und das macht das unangenehme Schweigen oft noch unangenehmer ? wobei ich das gar nicht schlimm finde, denn wenn man sich beim Blind Date auf einem Ironblogger-Treffen das erste Mal unterhält, hat man vielleicht nicht direkt diesen Zugang zueinander. Da entstehen Gesprächslücken. Gar nicht schlimm.

    Dennoch zur Erläuterung: Ich habe wirklich nicht das Gefühl, dass ich blogge. (Ich höre den Chor im Hintergrund: »Wir auch nicht!«) Schon gar nicht über etwas. Und noch weniger so, dass ich benennen könnte, über was genau ich blogge. Stattdessen diszipliniert mich das Ironblogger-Ding einfach dazu, regelmäßig einen Text zu verfassen. Thema offen, Länge offen, Stil offen, Tiefe offen, Zeitpunkt offen, Ergebnis offen. Dieses Blogdings hier, und deshalb heißt es auch so, ist einfach nur der Ort, an dem ich diese Schreibtherapie verfolge; insbesondere, weil ich meine Schreibe bekanntermaßen nicht mag und der Hoffnung bin, dass sich durch die Regelmäßigkeit daran etwas ändert, möglichst zum Besseren. Deshalb: Ich blogge nicht. Ich therapiere hier. Mich.

    Davon abgesehen finde ich die Frage als Gesprächseinstieg, zumal auf einem Ironblogger-Treffen, schon so ein bisschen bescheuert. Klar, wir haben alle diese eine Gemeinsamkeit, deshalb sind wir ja vor Ort. Aber man kann doch über das Essen reden oder was man am Tag so erlebt hat oder was jemand sonst so beruflich oder privat macht. Mit diesen Zusatzinformationen geht man anschließend nach Hause und liest im besten Fall das Blogdings der (neuen) Gesprächspartner mit ganz anderen Augen und mit einer neuen inneren Stimme. Darum geht es doch: Den Menschen ein bisschen besser kennenzulernen, dessen Texte man ? ab dann ? regelmäßig liest. Oder auch nicht. Aber wenn das Menschliche passt, ist es auch egal, über was die- oder derjenige bloggt. Und fragen muss ich danach schon gar nicht, ich kann es einfach lesen.

    Quelle: http://hinterlektuelles.wordpress.com/2014/10/06/und-uber-was-bloggst-du-so/

    ***

    Dem ist meinerseits nicht viel hinzuzufügen. Doch, vielleicht eins noch: Sollte ich erklären, was mich zum Bloggen antreibt, so könnte ich es nicht genau sagen. Klar, die pure Freude am Schreiben, vielleicht auch, wie bei Stefan, gewisse therapeutische Motive. Ich kann nur mit großer Sicherheit sagen, was es nicht ist: das Verlangen nach Klicks und "Likes", zumal Blog.de sowas gar nicht anbietet; verhallt ein von mir für gelungen gehaltener Text (das kommt vor) ohne jegliche Reaktion im virtuellen Raum, so beugt mich nicht der Gram, mein Kopfkissen bleibt in der Nacht vor Tränen verschont. Na gut, über einen Kommentar freue ich mich schon. Oder wenn jemand, wie auf dem Ironbloggertreffen geschehen, zu mir sagt: "Ich lese dein Blog wirklich gerne." Das geht dann runter wie Oktoberfestbier.

  • Über schiefe Bilder

    Neulich war zu vernehmen, dass Peter Maffay einen höheren runden Geburtstag zu feiern wusste, wie hoch genau, erinnere ich mich nicht, siebzig oder achtzig vielleicht, es erscheint mir nicht sehr wichtig, zumal Tonträger Peter Maffays keinerlei raumeinnehmenden Platz in unserem Wohnzimmerregal für sich beanspruchen. Gut, die Single Es war Sommer hätte ich durchaus gerne, Sie wissen schon: "Ich war sechszehn - und sie einunddreißig..." Woran ich mich jedoch erinnere, ist das althergebrachte und auch in diesem Zusammenhang wieder herangezogene Bild, Herr Maffay sei noch immer "fit wie ein Turnschuh".

    Ob das gut oder schlecht für ihn ist, vermag ich nicht zu beurteilen. Zunächst stellt sich die Frage: gibt es das überhaupt noch, Turnschuhe? Turnschuhe waren früher das, was man morgens in einen von Mutti selbstgenähten Stoffbeutel packte und mit zur Schule nahm, um darin später zusammen mit den anderen Kindern zu erniedrigenden Ballspielen wie Völkerball oder Turnübungen gezwungen zu werden; noch heute befällt mich beim Anblick von Turnhallen und Sportplätzen ein tiefes Unbehagen, woran sich wohl bis zum hoffentlich noch fernen Ende meiner Tage nichts mehr ändern wird. Auch Turnschuhminister gab es schon, wobei sich deren Kompetenzbereich - so fern dieser Begriff in diesem Zusammenhang angezeigt ist - nicht zwingend auf den Schulsport oder überhaupt irgendeine Art körperlicher Aktivität erstreckte.

    Betritt man heute ein Sportfachgeschäft, so trifft man dort auf Sneaker, Lifestyleschuhe (ein Wort zum Grausen) sowie spezielle Schuhe für alle möglichen Arten sportlicher Betätigung: Laufen, Tennis, Fußball, Skateboardfliegen, Basketball, Poolbillard, Schach, Angeln und Halma. Fragte man den jungen, äußerlich durchtrainiert wirkenden Fachverkäufer jedoch nach Turnschuhen, könnte man sich seines mitleidig-irritierten Blickes gewiss sein, eine unschöne Situation für beide Seiten, daher fragt man besser nicht.

    Ein Turnschuh, so es ihn also noch gibt, kann alles mögliche sein: alt wie Peter Maffay oder neu wie das iPhone 6. Hell wie eine verbotene 100-Watt-Glühbirne oder dunkel wie der Montagmorgen. Leicht wie Chucks oder schwer wie diese Klumpschuhe, die alberne Jugendliche mit noch viel alberneren Mützen vor einiger Zeit gerne trugen. Mühelos ließen sich zahlreiche weitere Eigenschaftspaare finden, die dem Leser erspart seien. Eines jedoch kann ein Turnschuh mit Sicherheit nicht sein: fit. Ohne dieses Wort im Duden, im Oxford Dictionary oder wo auch immer nachgeschlagen zu haben, bedeutet es in etwa so viel wie gesund, körperlich und geistig aktiv und belastbar, alles in allem Eigenschaften, welche Herrn Maffay zu wünschen sind, die auf einen Schuh zu übertragen indes nur schwerlich in Übereinstimmung mit meinem Vorstellungsvermögen zu bringen sind, was an dessen Eingeschränktheit liegen mag. Körperlich und geistig aktive Fußbekleidung käme mir jedenfalls nicht ins Haus.

    Wenn ich lese, Peter Maffay sei "fit wie ein Turnschuh", so erscheint vor meinem geistigen Auge ein alter, ausgetretener Adidas-Schuh mit Löchern an der Seite und abgelöster Sohle, bei dem die rissige Außenhaut großflächig abblättert und dem ein unangenehmer Geruch entströmt. Wahrlich kein Kompliment.

    Journalisten bedienen sich ja gerne altausgetretener, schiefer Bilder. Hat mal wieder ein Sturm gewütet, so ließ er Bäume umknicken "wie Streichhölzer". Das möchte ich gerne mal sehen: jemand versucht, sich im Angesicht einer Windhose eine Zigarette anzünden, und *knacks* muss er sein Vorhaben auf windstillere Zeit verschieben, weil sein Zündholz durch aufgebrachte Luftbewegung zerbrochen wurde.

    Immer wieder hört man Menschen klagen, sie "leiden wie ein Hund". Diese Klage kann man getrost als Jammern auf höchstem Niveau abtun. Schauen Sie sich die Hunde in Ihrer Umgebung an, leiden die? Im Gegenteil, sie werden verhätschelt wie Blagen und bekommen ein Leckerchen verabreicht, wenn sie ihr Geschäft brav auf dem Gehweg oder in anderer Leute Vorgärten erledigt haben. Die einzigen Hunde, deren Leid ich vorbehaltlos anerkenne, sind Möpse, zum einen weil sie konstuktionsbedingt mit ständigen Atembeschwerden zu kämpfen haben und zum anderen, weil sie so unglaublich scheiße aussehen. Vermutlich bedingt das eine hier das andere: offenbarte mir mein Spiegelbild so ein Mopsgesicht, bliebe mir auch die Luft weg. Möglicherweise entgeht die Rasse nur deshalb dem Schamestod, weil ihre Angehörigen selten ihres Antlitzes angesichtig werden, sind doch die meisten Spiegel sind weit über Mopsniveau angebracht. Ja, wenn irgendwer Grund zur Klage hat, dann Möpse. Dagegen erscheint fit wie ein Turnschuh als ein vergleichsweise erträgliches Schicksal.

  • Müssen müssen - über die Ästhetik stiller Orte

    Die Ästhetik von Toiletten wird in deutschen Feuilletons nur unzureichend gewürdigt, dienen sie doch der Befriedigung eines Bedürfnisses, dem sich auch im einundzwanzigsten Jahrhundert kein Mensch entziehen kann, trotz bisweilen auftretender unangenehmer Begleiterscheinungen wie mangelhafter Handtrocknungsmöglichkeit oder missmutig dreinblickender Damen neben einem Münzteller. Immerhin verbringen wir nicht wenig Lebenszeit mit der Betrachtung von Kacheln, während wir farbige Duftsteine, aufgemalte Fliegen oder kleine Fußballtore bewässern. Gelegentlich dienen Toiletten auch als Rückzugsort zur Linderung weitergehenden zwischenmenschlichen Drängens, was hier jedoch nicht weiter ausgeführt werden soll.

    Die nachfolgenden Bilder entstanden gestern Abend im Meyer´s zu Bonn-Poppelsdorf anlässlich des dritten Treffens der Bonner Ironblogger. Einer der eisernen Schreiber ist Christian, der in seinem Blog Fokus Lokus der medialen Vernachlässigung dieser wichtigen Orte ein Ende setzt und dessen Hinweise für die Anfertigung von WC-Bildern hier streng beachtet wurden.

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  • Buben, Dame, König Jazz - ein persönliches Stimmungsbild

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    Samstagmorgen, acht Uhr. Obwohl ich ausschlafen könnte, wovon ich für gewöhnlich ausgiebig Gebrauch mache, so man mich lässt, bin ich hellwach, von innerer Unruhe getrieben, in Gedanken schon einige Stunden weiter. Habe ich genug geübt in den zurückliegenden Monaten? Sitzen die Texte? Oder wird es sich rächen, dass ich kurz vorher an so vielen Proben nicht teilnehmen konnte wegen Urlaub? Ach wird schon - bei der Probe am Mittwoch und der Generalprobe gestern ging es gut. Aber nachher, vor Publikum…?

    Nach dem Frühstück kurz in die Stadt, die Sonne scheint, es ist warm, Stadtfest in Bonn. Genau richtig, um sich ein Bier oder ein Glas Wein gönnen. Geht aber nicht, wegen nachher. Immer wieder der Blick auf die Uhr - noch gut drei Stunden, dann muss ich los. Zurück nach Hause, ich bin müde, könnte mich noch ein Stündchen hinlegen. Mache ich aber nicht, würde nichts bringen, die innere Unruhe… Versuche stattdessen was zu lesen, immer wieder die Uhr im Blick.

    Kurz nach drei. Ich schnappe die gepackte Tasche mit den Bühnenklamotten und mache mich auf zum Bahnhof. Die Bahn kommt pünktlich. Kabel entwirren, Ohrstöpsel rein, Musik vom iPhone, keine Chormusik, Entspannung. Mit etwas Verspätung komme ich im Belgischen Haus zu Köln an, unserem Auftrittsort. Ich hasse es, unpünktlich zu sein, ist aber nicht schlimm, alle anderen wirken entspannt, laufen herum, schwatzen, scherzen. Dann heißt es: sammeln zum Einsingen, die üblichen Übungen: So ho ho ho ja so ho soo; Mannmannmannmannmannmann, mahahahahahann, Ma ha ha ha ha ha haaan... erst tief, dann immer höher, und so weiter. Kein Problem, meine Stimme ist fit. Dann noch mal jedes Lied kurz ansingen, Stellprobe auf der Bühne und - ganz wichtig - Auf- und Abgang proben. Ein paar mal runter von der Bühne und wieder rauf, einreihige Aufstellung, Wechsel zur zweireihigen, klappt auch einigermaßen. Nachher, wenn es ernst wird, auch? Wir werden sehen. Hauptsache wir singen gut.

    Noch zwei Stunden bis zum Einlass. Schnell was essen, die letzte Zigarette vor dem Konzert, dann umziehen, schwarz-weiß in der ersten Hälfte. Ich fühle mich nun erstaunlich ruhig und sicher. Andere schauen noch mal in ihre Noten, vielleicht um letzte Textunsicherheiten zu beseitigen, vielleicht um sich selbst zu beruhigen. Fühle mich an die Schulzeit erinnert; unmittelbar vor einer Klausur schafften es manche, durch intensives Blättern in ihren Büchern und Unterlagen Panik und Hektik zu verbreiten. Ich lasse mich davon nicht anstecken.

    Dann ist es so weit - Einlass des Publikums, Gemurmel aus dem Saal, wir Sänger stehen bereit in der richtigen Reihenfolge für den Auftritt, wie eine schwarz-weiße Perlenkette. Was war noch mal das erste Lied, wie ging die erste Textzeile? Verdammt, scheinbar alles weg. Das Licht im Saal geht aus, das Geraune verstummt, unsere dreiköpfige Begleitcombo betritt die Bühne, erster Applaus. Dann los, wir gehen raus, stellen uns wie zuvor eingeübt im Halbrund auf, Applaus, grelles Licht strahlt uns an, es ist warm, der Saal halbdunkel, die hinteren Reihen von der Bühne aus nicht zu sehen. Wo sitzen die Freunde und Bekannten? Kann sie nur teilweise erkennen. Ach sieh an, der ist auch gekommen! Wo sitzt der Liebste? Sehe ihn nicht, ist vielleicht besser so... Unsere Chorleiterin betritt die Bühne, tosender Applaus, Verbeugung ins Publikum, dann dreht sie sich um zu uns, gemahnt uns wortlos in ihrer unvergleichlichen Art, zu lächeln, wir gehorchen und lächeln im Rahmen unserer Möglichkeiten, leises Kichern aus dem Publikum, dem die freundliche Aufforderung unserer Chefin nicht entgangen ist.

    Nun wird es ernst - sie hebt ihre Arme, gibt das Tempo an für das erste Lied. Verdammt, wie ging das nochmal?? Die Combo beginnt, kurzes Vorspiel, dann legen wir los, Text und Melodie sind plötzlich wie selbstverständlich wieder da. Die ersten Takte eines Konzertes sind immer die schlimmsten, Schweiß bricht mir aus, jetzt bloß nicht schwindelig werden, es ist jedes Mal dasselbe. - Der erste Teil des Liedes lief schon mal gut, jetzt käme ein Zwischenspiel der Combo, dann wieder wir. Käme - kommt aber nicht, unsere Dirigentin hebt die Arme und lässt weiter singen. Kurzfristige Irritation bei Band und Sängern, aber wir singen und spielen weiter, nach wenigen Takten hat es sich wieder eingespielt, mit etwas Glück hat das Publikum nichts gemerkt oder gedacht, das müsste so sein. Schlussakkord, Chefin senkt die Arme, Applaus, erste anerkennende Pfiffe. Das Lied lief trotz der spontanen Umdisposition gut, ich spüre eine gewisse Erleichterung in mir aufkommen, jedoch keine Entspannung, die wäre auf der Bühne fehl am Platz. Lächele weiter.

    Dann Begrüßung des Publikums durch unsere zwei bewährten Moderatoren aus den eigenen Reihen, der Funke springt sofort über in den Saal, das merkt man. Auch die weiteren Lieder laufen gut, die Moderationen treffen auf den Punkt, zwischendurch verlassen wir immer wieder die Bühne für instrumentale Zwischenspiele der Combo sowie Trios und Quartette. Auch das Trio, bei dem mitzuwirken ich das Vergnügen habe, läuft gut. Ja, es läuft, die Zeit bis zur Pause verfliegt nur so.

    Zwanzig Minuten Pause - umziehen in schwarz-rot-weiß, was trinken, scherzen, wieder schauen einige in ihre Noten, sollen sie.

    Teil zwei beginnt mit einem mitreißenden A Capella-Stück, die Chefin höchstselbst singt das Solo darin. Dann folgt das Lied, vor dem ich schon den ganzen Abend, ach was die ganze Woche innerlich zittere, weil ich zum ersten Mal in meiner Chor-"Karriere" das Solo habe, wovon ich freundlicherweise erst eine knappe Woche zuvor in Kenntnis gesetzt wurde, wohl um meine Nervosität in zeitlichen Grenzen zu halten. Aber es klappt, ich vergesse weder Text noch die Einsätze, beim Improvisationsteil ("Ba dubada blee ... diridiri dudljö") lasse ich es einfach laufen und springe dabei über meinen eigenen Schatten, bewege mich sogar dazu*. Es läuft.

    Beim letzten Lied (New York, New York; Experten streiten, ob es "Nju Jork" oder "Nu Jork" heißt) ein allgemeiner Patzer, egal, wir haben es geschafft, der Saal tobt; Klatschen, Pfeifen und Johlen umtosen uns, ein wunderbares Gefühl. Verbeugungen, das Klatschen wird rhytmisch, wir deuten es als Wunsch nach einer Zugabe, dem wir selbstverständlich gerne nachkommen.

    Zwei Zugaben, dann ist Schluss, wir gehen ab mit der Gewissheit, ein gutes Konzert gegeben zu haben. Das Lob unserer Chefin tut gut, den Rest besorgen die Endorphine, die noch lange in mir brodeln. Umziehen, dann raus, ein Bier, eine Zigarette und viele anerkennende Worte von Besuchern, die noch da sind. Aber jetzt nicht innerlich zurücklehnen - morgen das gleiche noch mal. Und ja, auch das Konzert am Sonntag lief sehr gut, besser noch als am Tag zuvor. Ein wirklich schönes Gefühl, wenn sich die Probenarbeit der zurückliegenden Monate gelohnt hat.

    Leider kein Licht ohne Schatten: Noch am Sonntagabend gab ein sehr lieber Mitsänger bekannt, dass er uns aus beruflichen Gründen verlassen wird. Er wird - nicht nur mir - sehr fehlen.

    Mein persönliches Fazit der beiden Tage: Ja, Singen, Teil eines Akkordes zu sein, macht glücklich. Und ich bin stolz darauf, ein Kölner SPITZbube sein zu dürfen!
    Während ich diese Zeilen schreibe, spielt mein Hirnradio die 257. Strophe von April in Paris, heute Morgen war es Moonlight Serenade. Das wird wohl noch einige Tage lang so gehen.
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    * Markenzeichen fast aller schwulen Chöre** ist es, ihre Auftritte mit einer mehr oder weniger aufwändigen Choreografie zu unterlegen. Nicht so wir - wir bewegen uns nur selten zum Gesang, was meinem ostwestfälischen Natuerell sehr entgegen kommt, ich finde dieses ständige Gehampel zumeist als störend, wobei ich zugebe, dass es, in geringen Dosen angewendet, durchaus Spaß machen kann. Leider vergesse ich beim Hampeln meistens den Text, was im oben genannten Fall jedoch keine Rolle spielte.

    ** Natürlich sind nicht die Chöre schwul, sondern nur ihre Mitglieder. Bei uns jedoch nicht alle.

  • Parasiten

    "Toxoplasma gondii ist ein einzelliger Parasit, dem Katzen als Wirtstiere dienen. Springt er auf Mäuse über, zeigen diese ein seltsames Verhalten, das sie zur leichten Katzenbeute macht. Jetzt gibt es alarmierende Hinweise, dass er auch beim Menschen in das Verhalten eingreift."

    So die Zeitschrift PSYCHOLOGIE HEUTE, Ausgabe September 2014.

    Im weiteren Verlauf des Artikels erfährt der Leser, dass Ratten und Mäuse, welche den Katzen aus Gründen der Art- und Gesunderhaltung normalerweise eher reserviert gegenüberstehen, plötzlich Gefallen an deren Ausscheidungen finden, sobald der Parasit Besitz von ihnen ergriffen hat. Die Maus kriecht also, vom Verlangen nach Katzenpisse getrieben, aus dem Loch, und - zack - bekommt sie die bekrallte Pfote zu schmecken. Seien wir dankbar, dass diese Zusammenhänge bei der Schaffung der beliebten Zeichentrickserie Tom & Jerry offenbar noch unbekannt waren.

    Man schätzt, jeder dritte Mensch sei mit dem Einzeller infiziert, so die Zeitschrift. Die meisten merken nichts davon, nach bisherigen Erkenntnis stellte die Taxoplamose allenfalls eine echte Gefahr für immungeschwächte oder schwangere Menschen sowie Transplationspatienten dar. Inzwischen wird jedoch vermutet, der Parasit beeinflusse auch das menschliche Gehirn, ähnlich wie bei Ratten und Mäusen, nur dass der infizierte Mensch nicht plötzlich über neue Verwendungsmöglichkeiten des Katzenkloinhaltes nachdenkt. Stattdessen lassen sich wohl Fälle von Schizophrenie, Zwangsneurosen, bipolare Störungen bis hin zu Suizid auf Taxoplamose zurück führen, besonders der Zusammenhang zur Schizophrenie sei gut belegt. *

    Dabei erscheint der Zusammenhang mit Zwangsneurosen viel offensichtlicher, diesen Aspekt vernachlässigt der Artikel meines Erachtens in unzulässiger Weise: So ist doch endlich die Ursache gefunden, warum so viele Menschen ihre Hauskatze mit einem Kind verwechseln und sie entsprechend behandeln, warum man als unbeteiligter ständig ein Smartphone mit einem Katzenbild vor die Nase gehalten bekommt und warum das Internet verseucht ist mit Katzenbabyfilmchen.

    Eine Impfung gegen Taxoplamose gibt es bislang nicht. Zur Vermeidung einer Infektion empfiehlt das Robert-Koch-Institut, Katzenfleisch vor dem Verzehr gut durchzubraten, den Kontakt zu infizierten Tieren zu meiden und die Nähe zu einschlägig auffälligen Menschen auf das unvermeidlich notwendige Maß zu beschränken.

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    * Es liegt mir fern, mich hier am Schicksal Betroffener zu belustigen.

  • Vom Zauber der seitlichen Dranvorbeischreibens - Herzlichen Glückwunsch, Max Goldt!

    Lieber Max Goldt,

    am Montagabend erfuhr ich aus der Tageszeitung, dass Sie an ebendiesem Tage Geburtstag hatten. Leider lähmten Müdigkeit und Zeitmangel meine Schreiblust, daher stelle ich mich erst heute in die Reihe der ungehörten Gratulanten an uns rufe "Herzlichen Glückwunsch"!

    Für mich gehören Sie zu den ganz großen Schreibern, wobei ich nicht weiß, ob Sie diese Bezeichnung nicht als Beleidigung empfänden, so Sie diese Zeilen lesen würden, was so wahrscheinlich ist wie die Landung einer A 380 in Kassel-Calden. Wie Max Goldt schreibt, schreibt nur Max Goldt, dabei ist es zumeist schwierig, das zentrale Thema eines Textes zu benennen, vielmehr sind Sie ein Meister des Abschweifens, kommen "von Hölzken auf Stöcksken", wie man so sagt, wo ich wech... - Verzeihung: herkomme.

    Ich gestehe: gerne könnte ich so schreiben wie Sie, sehe in Ihnen so etwas wie ein Vorbild. Bevor man mich nun zu recht der lächerlichen Vermessenheit bezichtigt - eine Diesellok von Märklin oder Fleischmann in Baugröße HO *1 hat auch eine entsprechende Lokomotive der Deutschen Bundesbahn zum Vorbild, welche sie, so sie sich zufällig auf demselben Gleis begegneten, mit einem Geräusch zermalmen würde, das maximal an das Knacksen einer versehentlich zertretenen Schnecke erinnerte. Daher bin ich mir meiner eigenen Minitrixhaftigkeit *2 sehr wohl bewusst und finde das auch gar nicht schlimm.

    "Wieder so ein untalentiertes Fröschchen, das glaubt, durch ungelenke Wortverschraubungen etwas in die Welt setzen zu müssen, was es für Kunst hält", mögen Sie vielleicht denken, vielleicht gar einen unfreundlichen - und 220mal *3 treffender formulierten Text dazu verfassen. Das tun Sie natürlich nicht, denn Sie haben weitaus besseres zu tun, zudem, wie oben bereits ausgeführt, landen in Kassel-Calden kaum Flugzeuge. Und doch wäre das mein schönster Lohn.

    Lieber Max Goldt, bitte machen Sie weiter, schreiben Sie noch viele Texte, die mir morgens die Stadtbahnfahrt zum Büro wesentlich erträglicher machen!

    In ergebener Bewunderung
    Ihr Stancer

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    *1 HO = Maßstab 1:87 gemäß Norm Europäischer Modelleisenbahnen (NEM), die gibt es wirklich
    *2 Minitrix = Spur N = Maßstab 1:160 gemäß NEM
    *3 Spur Z = Maßstab 1:220, bekannt als Märklin Miniclub

  • Abschreckung

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    Die staatlich verordnete Madigmachung des Tabakgenusses in Form aufrüttelnder Bilder ist in Frankreich noch nicht so konsequent durchgesetzt wie beispielsweise in Australien, wo der Raucher mit jeder Packung Zigaretten statt der Tabakmarke gleichsam einen tiefen Einblick in die dunkle Welt möglicher Körperschädigungen erwirbt.

    Christophe (links) und Marie bereitete die Erstellung des Fotos viel Freude. Der Fotograf benötigte mehrere Stunden, bis ein Bild gelang, bei dem nicht wenigstens bei einem der beiden die Andeutung eines Grinsens im Mundwinkel aufzuckte. Nur nach aufwändiger Bildbearbeitung fand dieses Foto schließlich den Weg in das Arsenal visueller Abschreckung.

    Hinterher verblieben die beiden noch längere Zeit in dem andeutungsweise abgebildeten Bett. Die anschließende Zigarette einer namhaften französischen Marke genossen sie sehr.

  • Einmalig II - Nahverkehr im ICE

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    Die nachfolgende Geschichte gehört in die Reihe "Einmalige Erlebnisse", zu der Tom in seinem Blog aufgerufen hat und beendet die Serie hier gleichzeitig, so fern bei zwei Folgen von einer Serie die Rede sein kann. Außerdem fällt sie etwas aus dem Rahmen dieses Blogs, da sie weder alltäglich ist - vermute ich jedenfalls - noch ausgedacht. Liebe Kinder, die nachfolgenden Zeilen sind für eure noch zarten Seelen nicht geeignet, bitte klickt weiter zu Youporn oder geht meinetwegen eure Eltern nerven. Liebe Moralmahner jedes Alters, bitte ersparen Sie sich und mir jegliche Kommentare im Sinne von "wie kann man nur" und ähnlichen Fingerzeigen. Danke.

    Es ist schon einige Jahre her. Auf dem Rückweg von einer Dienstreise saß ich im ICE von Berlin nach Köln, als in Hannover ein junger Mann auf dem freien Sitz neben mir Platz nahm. Ich musterte ihn kurz aus den Augenwinkeln, so wie ich es immer mache, wenn sich jemand neben mich setzt, eine dumme Angewohnheit, ordnete ihn in die Kategorie 'optisch ganz nett' ein und widmete mich weiter der Lektüre meiner Psycho-Zeitschrift. Nach einigen Minuten glaubte ich in ebendiesen Augenwinkeln etwas zu vernehmen, was in einschlägigen Kölner Spelunken als Aufforderung zur Abgabe eines Angebotes zu interpretieren gewesen wäre: der Kerl rieb sich durch die Hose seine innere Lendengegend und schaute immer wieder zu mir herüber, was ich so gut es ging zu ignorieren versuchte. Dennoch weckte sein Tun mein Interesse. Nicht, dass ich vorgehabt hätte, es ihm gleich zu tun, zumal wir alles andere als alleine im Zug waren, aber ich wollte doch wissen, wie weit er geht.

    Kurz vor Bielefeld sprach er mich an; was er genau sagte, ist mir nicht mehr erinnerlich. Klar war indes, er war sehr interessiert an mir, und so kamen wir ins Gespräch, wobei er immer wieder versuchte, das Spiel seiner Hände auf meine Hose auszuweiten, was ich angesichts der nebenan sitzenden Fahrgäste abzuwehren versuchte, doch er gab nicht auf. Auch entbehrte es nicht eines gewissen Reizes, was zu leugnen eine infame Lüge wäre. Mein reizender Sitznachbar erzählte mir, er bestreite seinen Lebensunterhalt mit der Erbringung unterleibserfreuender Dienstleistungen (so drückte er es natürlich nicht aus, aber ich weiß nicht, ob bei blog.de das Wort 'Stricher' gegen die Allgemeinen Geschäftsbedingungen verstößt) und nun sei er auf der Suche nach neuen Jagdgründen.

    "Lass uns auf die Toilette gehen", flüsterte er mir zwischen Bielefeld und Hamm zu und versenkte seine Hand in meiner Hose. "Du spinnst wohl", entgegnete ich und zog seine Hand mit einer Mischung aus Empörung und Erbauung wieder heraus, mit bangem Blick zum Sitznachbarn jenseits des Ganges, der jedoch so tat, als bekäme er nichts mit, was kaum vorstellbar ist, sicher hatte er abends seinen Lieben daheim eine lustige Geschichte zu erzählen. Dieses Spielchen zog sich bis Wuppertal hin, "Los, komm!" - "Nein! Lass das!! (Mach weiter...)"

    Ich weiß nicht mehr, ob die Triebhaftigkeit irgendwann die Vernunft besiegte oder ob der in Aussicht gestellte Entgeltverzicht den Ausschlag gab, wahrscheinlich die Kombination aus beiden, in Hagen hatte er mich jedenfalls so weit und wir verschwanden aufs Klo. Hier muss ich den Leser aus Gründen des Anstandes leider vor der Tür stehen lassen und ihm das rote Besetzt-Schildchen weisen; was jenseits der Tür geschah, überlasse ich seiner Phantasie, so ganz falsch wird er damit nicht liegen.

    In Köln angekommen, rauchten wir auf dem Bahnsteig noch die Zigarette danach, dann trennten sich unsere Wege - ich nahm den Zug nach Bonn, er wurde wohl Teil der Subkultur einschlägiger Etablissements. Wiedergesehen habe ich ihn nicht mehr, zumal ich bislang kein zahlungsbereiter Kunde seines Gewerbes bin. Aber was nicht ist, kann ja noch werden, auch ich werde nicht jünger; auch kann ich nichts verwerfliches daran erkennen. Die Erkenntnis aus dieser Begegnung: Manchmal überrascht das Leben mit Geschichten, die man eher der Phantasie eines mittelmäßig begabten Pornodrehbuchausdenkers zurechnen würde.

    Schlusswort für heute: Lieber W., wo immer du auch bist, was immer du tust, ich hoffe, es geht dir gut! Und sollte dem Satz "Man begegnet sich im Leben immer zweimal" Wahrhaftigkeit innewohnen, so wäre das nicht das schlechteste.

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